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AFD ـ Trump Netzwerktreffen soll künftig auch nach Deutschland kommen

Mai 16, 2026 | Studien & Berichte | 0 comments

Das Europäische Zentrum für Terrorismusbekämpfung und Nachrichtdienst, Deutschland und Niederlande –ECCI

Trumps Netzwerktreffen soll nach Deutschland kommen

TONLINE ـ In den USA trommelt sie für Präsident Trump, in Ungarn machte sie Stimmung für Orban: Nun soll die rechte Netzwerkkonferenz CPAC nach Deutschland kommen. Die AfD verbucht das bereits jetzt als Erfolg.

Die für die US-Republikaner wichtige Konferenzreihe Conservative Political Action Conference (CPAC) soll laut Informationen von t-online nach Deutschland expandieren. Das bestätigte George Weinberg, der für die US-Republikaner in Deutschland spricht und in die Konferenzorganisation eingebunden ist, auf Anfrage.

Die CPAC, die in den USA seit 1973 stattfindet, organisiert jährlich Unterstützung für Führungskräfte der US-Republikaner – seit fast zehn Jahren hauptsächlich für US-Präsident Donald Trump und seine „Make America Great Again“-Bewegung (MAGA).

Zuletzt hatte sie entsprechende Konferenzen auch für Viktor Orbán in Ungarn, Javier Milei in Argentinien und Mateusz Morawiecki in Polen ausgerichtet und sich damit zum Netzwerktreffen der internationalen Rechten entwickelt. In Ungarn und Polen war AfD-Co-Sprecherin Alice Weidel unter den Rednern. Vertreter anderer namhafter deutscher Parteien wurden nicht als Sprecher gelistet.

Personalie mit Verbindung zur AfD

Derzeit befinde man sich „mit vielen organisatorischen Fragen im Anfangsstadium“ und könne Detailfragen nicht beantworten, sagte Weinberg t-online. „Gleichwohl können wir bereits jetzt ausdrücklich klarstellen, dass weder die AfD noch eine andere Partei an CPAC Germany beteiligt ist.“ CPAC Germany sei „ein dezidiert parteiunabhängiges, bürgerlich-konservatives Forum“.

Zweifel daran könnten nicht nur die Rednerlisten bisheriger Konferenzen, sondern auch eine Personalie wecken: Bereits im März hatte CPAC-Moderatorin Mercedes Schlapp in einem TV-Interview bestätigt, die Organisation prüfe derzeit weitere internationale Standorte – darunter ausdrücklich auch eine CPAC in Deutschland. Anlass des Interviews war eine Konferenz in Texas, zu der zwei Redner aus Deutschland anreisten: George Weinberg und Arian Aghashahi. Beide traten im Namen von „CPAC Germany“ auf.

AfD freut sich bereits

Wie Weinberg ist auch Aghashahi im politischen Berlin kein völlig Unbekannter: Er ist Berater der Republicans Overseas in Deutschland und war bis Anfang des Jahres als Strategischer Direktor für die unionsnahe Kampagnenagentur The Republic tätig. Mittlerweile hat Aghashahi allerdings sowohl das Unternehmen als auch die CDU verlassen – stattdessen leitet er als Geschäftsführer die 2025 gegründete „Souveränitatsstiftung“ der AfD und der mit ihr im Europaparlament zur ESN-Fraktion zusammengeschlossenen Parteien.

Womöglich auch deswegen werden die Planungen in der AfD schon jetzt als Erfolg verbucht. Der AfD-Europaabgeordnete Petr Bystron sagte t-online, es gebe „großes Interesse sowohl auf deutscher wie auf amerikanischer Seite“, eine CPAC in Deutschland abzuhalten. Die Gespräche dazu seien „weit fortgeschritten“.

Er sehe darin eine Chance, das konservative Lager in Deutschland insgesamt zu stärken. Eine CPAC in Deutschland bedeute „eine Stärkung der Beziehung zwischen den Republikanern und der AfD“. Die finale Entscheidung über die Konferenz liege bei Matt Schlapp, dem Vorsitzenden der American Conservative Union (ACU), die die Reihe veranstaltet.

Das Europäische Zentrum für Terrorismusbekämpfung und Nachrichtdienst, Deutschland und Niederlande –ECCI

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