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Deutschland im Visier ـ Putins Elite Uni bildet Cyber Spione aus

Mai 8, 2026 | Studien & Berichte | 0 comments

Das Europäische Zentrum für Terrorismusbekämpfung und Nachrichtdienst, Deutschland und Niederlande –ECCI

Putin lässt offenbar Spione an Elite-Uni ausbilden

TONLINE ـ Laut Verfassungsschutz wächst die Zahl der russischen Hackerangriffe. Recherchen zeigen nun, wie Russlands Staatschef Putin Cyber-Spione an einer Elite-Uni ausbilden lässt.

Die jüngste Warnung vor einer gefährlichen Cyberattacke kam im vergangenen Monat. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) legte dabei die Urheber offen. „Die staatliche russische Hackergruppe APT28 ist dem russischen Militärnachrichtendienst GRU zuzuordnen. APT28 ist unter anderem verantwortlich für die Cyberangriffe auf den Deutschen Bundestag im Jahr 2015, die Parteizentrale der SPD Anfang 2023 und die Deutsche Flugsicherung im August 2024“, heißt es in einer Mitteilung.

Von hybridem Krieg sprechen Geheimdienstler, wenn es um Angriffe auf zivile Infrastruktur von Energie- bis Computernetzwerke geht. Eine Recherche mehrerer europäischer Medien wie „Le Monde“ (Frankreich), „Frontstory“ (Polen), „Guardian“ (Großbritannien) und „Spiegel“ (Deutschland) weist jetzt nach, dass der russische Geheimdienst GRU an der Moskauer Elite-Universität Bauman gezielt Cyber-Spione ausbilden lässt.

Die Unterlagen „enthüllen, wie Moskau eine Armee von Hackern sowohl in Cybersicherheit als auch in Desinformation ausbildet“, schreibt die Zeitung „Le Monde“.

„Angriffe auf die deutsche Wirtschaft haben in den vergangenen zwölf Monaten weiter zugenommen“, warnte der Verfassungsschutz in seinem Bericht „Wirtschaftsschutz 2025“. Demnach berichteten 2025 rund 87 Prozent der deutschen Unternehmen von Cyberattacken. Sechs Punkte mehr als im Vorjahr. Geschätzter Schaden: Rund 289 Milliarden Euro. Laut Verfassungsschutz lassen sich 46 Prozent der Angriffe nach Russland zurückverfolgen.

Attacken auf Emmanuel Macron und Hillary Clinton

Die den europäischen Medien geheim zugespielten Unterlagen belegen nun, wie Putins Geheimdienst GRU dabei vorgeht. „Das Material umfasst Lehrpläne, Verträge, Präsentationen, Fotos – sowie zahlreiche Namenslisten von Studierenden, Absolventen und Lehrenden aus den Jahren 2022 bis 2024“, heißt es.

Die Unterlagen legen detailliert offen, wie Putins Geheimdienst GRU vorgeht. Erwähnt ist etwa die Einheit 74455, international auch als „Sandworm“ bekannt. Sie soll unter anderem für einen Hackerangriff auf Emmanuel Macron bei der französischen Präsidentschaftswahl 2017 sowie für Stromausfälle in der Ukraine verantwortlich sein.

Nach den Recherchen wechselten Bauman-Absolventen auch zur GRU-Einheit 29155. Sie wird ebenfalls für internationale Cyberangriffe verantwortlich gemacht, aber auch für den Mordversuch an dem abtrünnigen russischen Agenten Sergei Skripal und dessen Tochter in England mit dem Nervengift Nowitschok.

Mindestens ein Absolvent der Universität findet sich in aktuellen Fahndungslisten der US-Bundespolizei FBI. In die Lehre sind offenbar erfahrene GRU-Veteranen eingebunden. So ist ein Vorbereitungsschreiben für eine Prüfung von Generalmajor Wiktor Netykscho abgezeichnet. Er leitete einst die berüchtigte GRU-Einheit 26165, besser bekannt als „Fancy Bear“. Sie war unter anderem für die Einmischung in die US-Wahl 2016 verantwortlich, bei der Donald Trump gegen die Demokratin Hillary Clinton gewann.

Das Europäische Zentrum für Terrorismusbekämpfung und Nachrichtdienst, Deutschland und Niederlande –ECCI

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