Follow us on Twitter

Follow us on Facebook

Merz nach Treffen mit Trump ـ „Weitgehende Einigkeit in zentralen Fragen“

März 4, 2026 | Studien & Berichte | 0 comments

Das Europäische Zentrum für Terrorismusbekämpfung und Nachrichtdienst, Deutschland und Niederlande –ECCI

Merz zu Trump: „Wir sind uns einig“

TONLIN ـ Bei seinem dritten Besuch im Weißen Haus seit seiner Vereidigung trifft Bundeskanzler Merz auf Donald Trump. In der Pressekonferenz ging es um den Iran, Energiepreise, Nato-Ausgaben – und Angela Merkel.

Bundeskanzler Friedrich Merz ist am Dienstag in Washington mit US-Präsident Donald Trump zusammengetroffen. Es ist das dritte Treffen der beiden seit Merz’ Vereidigung vor zehn Monaten. Im Weißen Haus bekannten sich beide Seiten zur engen Zusammenarbeit, insbesondere mit Blick auf den Krieg gegen den Iran und wirtschaftliche Fragen.

Trump begrüßte Merz zu Beginn demonstrativ freundlich. Deutschland sei ein „respektiertes Land“, der Kanzler ein „toller Anführer“ und „mein Freund“. Mit Blick auf dessen Amtsvorgängerin Angela Merkel sagte Trump: „Mit Angela hatte ich meine Schwierigkeiten.“ Merz sei in Fragen von Energie und Migration „das Gegenteil von ihr“.

Merz betont Interesse an Kooperation

Inhaltlich stand vor allem der Krieg gegen den Iran im Mittelpunkt. Merz erklärte, man sei sich einig, dass das Regime in Teheran „weg“ müsse. Deutschland unterstütze die USA und Israel. „Wir haben ein großes Interesse an Zusammenarbeit. Das ist nicht nur für die Amerikaner wichtig, sondern auch für Europa“, sagte der Kanzler. Zugleich verwies er auf die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts. Steigende Energiepreise seien ein Problem für die Wirtschaft, deshalb hoffe man auf ein schnelles Ende des Krieges.

Trump verteidigte das militärische Vorgehen gegen den Iran. Das Regime sei „irre“, sagte er, doch Israel und die USA seien vorbereitet gewesen. Militärisch habe man den Iran geschlagen. Für die Zukunft sprach sich der Präsident für eine neue Führung in Teheran aus, „die im Land beliebt ist, wenn es so jemanden gibt“.

Ukraine-Krieg: Trump sieht „enormen Hass“

Der russische Krieg gegen die Ukraine steht nach Trumps Angaben weit oben auf seiner Prioritätenliste. Es herrsche ein „enormer Hass“ zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj, sagte Trump.

Noch 2024 hatte Trump im Wahlkampf behauptet, er werde als Präsident den Krieg innerhalb von 24 Stunden beenden. Die Bemühungen um ein Ende des Krieges unter Vermittlung der USA stocken aktuell jedoch. „Manchmal gebe ich dem einen die Schuld, manchmal dem anderen“, sagte Trump nun.

Thema war auch die Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA an sich. Merz stellte sich hinter Trumps Kritik an Spanien und sagte, der Präsident habe recht mit der Forderung nach höheren Nato-Ausgaben. Spanien beteilige sich nicht ausreichend, das müsse sich ändern. Trump wiederum warf neben Spanien auch dem Vereinigten Königreich mangelnde Kooperation vor und kritisierte dessen Energie- und Migrationspolitik.

Beim Thema Handel und Zölle wurde der Ton zwischenzeitlich lockerer. Trump scherzte, man solle Deutschland mit neuen „sehr hart treffen“. Dabei schlug er Merz freundschaftlich auf den Oberschenkel, der reagierte mit einem Lachen.

Trump lügt über Zölle und die Wahl 2020

Der US-Präsident behauptete zudem, er habe den Streit über seine Zölle vor dem Supreme Court gewonnen. Tatsächlich hatte das Oberste Gericht der USA entschieden, dass er Zölle nicht wie zuvor im Alleingang verhängen darf.

Zum Ende der Pressekonferenz kam Trump ungefragt auf seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl 2020 zu sprechen, die er bis heute nicht anerkennt. Danach wurde der öffentliche Teil des Treffens beendet. Merz und Trump setzten ihre Gespräche bei einem gemeinsamen Mittagessen hinter verschlossenen Türen fort.

Das Europäische Zentrum für Terrorismusbekämpfung und Nachrichtdienst, Deutschland und Niederlande –ECCI

Related articles:

Follow us on Twitter

Follow us on Facebook