Das Europäische Zentrum für Terrorismusbekämpfung und Nachrichtdienst, Deutschland und Niederlande –ECCI
Dann verkündet Pistorius „die neue Nachricht des Tages“
tonline ـ Deutschland will aufrüsten – und damit vor allem Russland abschrecken. Dazu plant die Bundesregierung den Kauf eines neuen US-Waffensystems, das schon China in Unruhe versetzt hat.
Erstmals seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump ist Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Montag in die USA gereist. Auf seiner Agenda stand dabei auch ein Treffen mit seinem Amtskollegen Pete Hegseth. Vor seiner Reise ließ Pistorius von seinem Ministerium das Ziel der USA-Reise erklären: „Direkte und persönliche Abstimmung“ mit Hegseth. Doch mit leeren Händen wollte der SPD-Politiker offensichtlich nicht nach Deutschland zurückkehren.
Nach dem Treffen mit Hegseth trat Pistorius am Montagnachmittag (Ortszeit) vor Medienvertreter und verkündete, dass Deutschland ein weitreichendes Waffensystem aus US-Produktion kaufen wolle: Typhon. Der Raketenwerfer soll laut Pistorius Deutschlands und Europas Verteidigungs- sowie Abschreckungsfähigkeit „deutlich steigern“. Der Verteidigungsminister sprach von „der neuen Nachricht des Tages“ – nur wenige Stunden, nachdem sich US-Präsident Donald Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Weißen Haus auf neue Waffenhilfen für die Ukraine geeinigt hatten.
Deutschland will aufrüsten – und damit vor allem Russland abschrecken. Dazu plant die Bundesregierung den Kauf eines neuen US-Waffensystems, das schon China in Unruhe versetzt hat.
Erstmals seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump ist Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Montag in die USA gereist. Auf seiner Agenda stand dabei auch ein Treffen mit seinem Amtskollegen Pete Hegseth. Vor seiner Reise ließ Pistorius von seinem Ministerium das Ziel der USA-Reise erklären: „Direkte und persönliche Abstimmung“ mit Hegseth. Doch mit leeren Händen wollte der SPD-Politiker offensichtlich nicht nach Deutschland zurückkehren.
Nach dem Treffen mit Hegseth trat Pistorius am Montagnachmittag (Ortszeit) vor Medienvertreter und verkündete, dass Deutschland ein weitreichendes Waffensystem aus US-Produktion kaufen wolle: Typhon. Der Raketenwerfer soll laut Pistorius Deutschlands und Europas Verteidigungs- sowie Abschreckungsfähigkeit „deutlich steigern“. Der Verteidigungsminister sprach von „der neuen Nachricht des Tages“ – nur wenige Stunden, nachdem sich US-Präsident Donald Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Weißen Haus auf neue Waffenhilfen für die Ukraine geeinigt hatten.
Deutschland will aufrüsten – und damit vor allem Russland abschrecken. Dazu plant die Bundesregierung den Kauf eines neuen US-Waffensystems, das schon China in Unruhe versetzt hat.
Erstmals seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump ist Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Montag in die USA gereist. Auf seiner Agenda stand dabei auch ein Treffen mit seinem Amtskollegen Pete Hegseth. Vor seiner Reise ließ Pistorius von seinem Ministerium das Ziel der USA-Reise erklären: „Direkte und persönliche Abstimmung“ mit Hegseth. Doch mit leeren Händen wollte der SPD-Politiker offensichtlich nicht nach Deutschland zurückkehren.
Nach dem Treffen mit Hegseth trat Pistorius am Montagnachmittag (Ortszeit) vor Medienvertreter und verkündete, dass Deutschland ein weitreichendes Waffensystem aus US-Produktion kaufen wolle: Typhon. Der Raketenwerfer soll laut Pistorius Deutschlands und Europas Verteidigungs- sowie Abschreckungsfähigkeit „deutlich steigern“. Der Verteidigungsminister sprach von „der neuen Nachricht des Tages“ – nur wenige Stunden, nachdem sich US-Präsident Donald Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Weißen Haus auf neue Waffenhilfen für die Ukraine geeinigt hatten.
Das US-System ist noch relativ jung, wurde erst 2023 in Dienst gestellt. Viel früher wäre das auch gar nicht möglich gewesen, denn bis 2019 waren sowohl die USA als auch Russland noch an den INF-Vertrag gebunden. Das Abkommen verbot es beiden Staaten, landgestützte, konventionelle wie atomare Waffensysteme mit Reichweiten zwischen 1.000 bis 5.500 Kilometern in ihren Arsenalen zu führen. Die USA kündigten bereits 2018 ihren Rückzug an und warfen Russland mehrere Brüche des Vertrags vor.
China beäugt Typhon im Indopazifik mit Argwohn
Das Typhon-System hat seit seiner Indienststellung insbesondere Kritik aus China hervorgerufen. Die Vereinigten Staaten hatten bereits im vergangenen Jahr einen der Raketenwerfer auf den Philippinen stationiert. Es war das erste Mal seit dem Ende des Kalten Krieges, dass die USA ein solch weitreichendes, landbasiertes System außerhalb des eigenen Staatsgebiets aufstellten. Peking warf den Regierungen in Washington und Manila daraufhin vor, ein Wettrüsten anzuheizen.
Die USA begründeten die Stationierung zunächst damit, das System in heiß-feuchtem Klima austesten zu wollen. Zwei Abschussrampen sowie ein Einsatzzentrum und Begleitfahrzeuge wurden auf die Insel Luzon verlegt, jedoch keine Raketen. Ein vollständiges System besteht aus vier Abschussrampen. Später verlängerten die US-Streitkräfte die Stationierung auf unbestimmte Zeit. Das philippinische Militär erklärte, seine Soldaten an dem System ausbilden zu wollen.
Raketen feuerten die Batterien in dem Inselstaat bislang nicht ab. Ein Livetest mit SM-6-Raketen sollte jedoch im Rahmen der Übung „Talisman Sabre“ stattfinden, die Mitte Juni in Australien abgehalten wurde. Eine Typhon-Batterie sollte dazu eigens vom Militärstützpunkt Lewis-McChord im US-Bundesstaat Washington nach Australien verlegt werden. Ob der im März formulierte Plan in die Tat umgesetzt wurde, ist derzeit nicht bekannt.
USA betonen Abschreckungsfähigkeit
Bei der Entwicklung des Systems hatten die USA vornehmlich Russland und China im Sinn. Spätestens seit den 2000er-Jahren hatte es wiederholt Kritik aus Russland an dem INF-Vertrag gegeben sowie gegenseitige Vorwürfe über Verstöße. Einer der Hauptkritikpunkte Moskaus war, dass China als dritte Großmacht nicht an den Vertrag gebunden war.
Peking hatte so seit der Unterzeichnung des Abkommens im Jahr 1987 32 Jahre lang Zeit, sein Arsenal an Raketen mit mittlerer Reichweite deutlich auszubauen. Laut einer Schätzung der US-Denkfabrik Center for Strategie and International Studies (CSIS) könnte China über deutlich mehr als 2.000 Raketen und Marschflugkörper mit Reichweiten zwischen 1.000 und 5.500 Kilometern verfügen.
Die Stationierung von Typhons auf den Philippinen kann daher als Versuch gewertet werden, ein US-Gegengewicht zur chinesischen Macht im Indopazifik herzustellen. Das erklärt auch der wissenschaftliche Dienst des US-Kongresses in einem Bericht zu dem Waffensystem: Angesichts der Reaktionen aus China könnte man argumentieren, dass Typhon-Einheiten „zu Abschreckungsoperationen im Indopazifik beitragen und auch in anderen Regionen eine ähnliche Rolle spielen könnten“.
Der wissenschaftliche Dienst schlussfolgert: „Angesichts dieser Möglichkeit könnte der Kongress beschließen, mit der Armee, der Führung des Verteidigungsministeriums und den Kampfkommandanten zu diskutieren, wie dieser potenzielle Abschreckungswert in anderen Einsatzgebieten optimal genutzt werden kann.“
Das Europäische Zentrum für Terrorismusbekämpfung und Nachrichtdienst, Deutschland und Niederlande –ECCI
