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IS- Terrorgruppe plante Anschläge in Deutschland

Jul 6, 2024 | Studien & Berichte | 0 comments

Das Europäische Zentrum für Terrorismusbekämpfung und Nachrichtdienst, Deutschland und Niederlande 

Die IS-Bomben sollen von oben kommen

Von Simon Cleven

Im Sommer steht die Fußball-EM in Deutschland an. Die Sicherheitsbehörden wappnen sich. Denn schon droht die Terrormiliz IS.

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) droht mit Terroranschlägen in Europa, womöglich im Zusammenhang mit der Fußball-Europameisterschaft der Männer im Sommer. Ein Propagandamagazin der Terrororganisation veröffentlichte entsprechende Bilder. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Auf einem Bild ist ein schwer bewaffneter und maskierter Mann in Tarnfarbenanzug von hinten zu sehen, der offenbar in einem Straßenbahnwaggon steht. Auf einem der Sitze steht eine Kiste, die den Schriftzug TNT (Abkürzung für den Sprengstoff Trinitrotoluol) trägt. Darüber ist ein Schild zu sehen, auf dem „Welcome to Europe“ („Willkommen in Europa“) steht. Zudem ist auf dem Bild zu lesen: „Last Call Before Exit“ („Letzter Aufruf vor dem Ausstieg“).

„Schlagt aus der Luft zu“

Ein weiteres Bild zeigt ein Fußballstadion, auf dessen Dach „Realmadrid“ steht. Darüber schwebt eine Drohne. Das Bild fordert IS-Anhänger dazu auf, auch mit unbemannten Fluggeräten Anschläge auszuüben. „Wenn sie euch auf dem Boden einschnüren und unterdrücken, dann schlagt aus der Luft zu“, ist auf dem Bild zu lese

Derzeit gibt es immer wieder IS-Drohungen gegen Fußballstadien. Zuletzt standen die Spiele des Champions-League-Viertelfinales in Madrid, Paris und London im Fokus der Drohungen. Zuvor hatte der IS Ende März vor dem Topspiel der Bundesliga zwischen Dortmund und München eine Drohung versandt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Terrorgruppe plante Anschläge in Deutschland

Das Propagandamagazin „Voice of Khorasan“ steht dem aktuell aktivsten IS-Ableger ISPK nahe. Mitglieder des ISPK sollen unter anderem Ende März den Anschlag auf die Crocus City Hall nahe Moskau verübt haben. Auch in Deutschland hatte die Terrorgruppe bereits mehrere Anschläge geplant, etwa auf den Kölner Dom.

Als die Anschlagspläne gegen den Kölner Dom bekannt wurden, schrieb der Terrorismusexperte Peter Neumann: „ISPK ist vermutlich der einzige IS-Ableger, der aktuell fähig wäre, im Westen einen großen, koordinierten Anschlag durchzuführen.“ Mehr zu der Gruppe lesen Sie hier.

Deutschland und Frankreich kooperieren zur Terrorabwehr

Deutschland und Frankreich wollen nach Angaben von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) bei den Sportgroßereignissen in diesem Sommer verstärkt bei der Sicherheit kooperieren. „Die Sicherheit der Fußball-Europameisterschaft bei uns in Deutschland hat höchste Priorität“, sagte die SPD-Politikerin dem „Handelsblatt“ Ende März. Das gelte auch für die Olympischen Spiele in Paris.

Daher habe sie mit dem französischen Innenminister Gérald Darmanin eine enge Zusammenarbeit vereinbart. „Deutsche Polizeikräfte werden mit bei Olympia in Paris im Einsatz sein, französische Polizei bei der Euro in Deutschland.“ Faeser kündigte an, dass sich die deutschen Sicherheitsbehörden noch stärker für mögliche Bedrohungslagen wappneten. „Das reicht vom Schutz vor Islamisten und anderen potenziellen Gewalttätern bis zur Sicherheit unserer Netze vor Cyberangriffen.“

Sie verteidigte die bereits angekündigten Grenzkontrollen während der Fußball-EM im Juni und Juli. Vorübergehende Kontrollen an allen deutschen Grenzen seien unumgänglich, um Gewalttäter an der Einreise hindern zu können. „Wir tun alles dafür, dass sich Kontrollen auf Pendler oder den Handelsverkehr so wenig wie möglich auswirken“, sagte sie.

Die Fußball-EM in Deutschland startet am 14. Juni, die Olympischen Spiele beginnen am 26. Juli in Paris.

Das Europäische Zentrum für Terrorismusbekämpfung und Nachrichtdienst, Deutschland und Niederlande 

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